Destination
Chobe National Park
Der Chobe National Park liegt im nördlichen Teil Botswanas und umfasst ein Gebiet von rund 11'000 km². Der Park grenzt an den Chobe River, welcher zwischen Botswana und Namibia liegt. Der Chobe National Park ist der zweitgrößte Park Botswanas und für seine ganzjährig ausgezeichneten Wildbeobachtungen und einige der größten Wildbestände auf dem afrikanischen Kontinent berühmt. Chobe ist wahrscheinlich für seine beeindruckenden Herden afrikanischer Elefanten am Bekanntesten. Am Chobe River findet man die größte Konzentration von Elefanten in ganz Afrika und es ist nicht ungewöhnlich, sie zu Hunderten zu sehen.
Der Chobe River hat seinen Ursprung in Angola wo er als Kwando River bekannt ist. Wenn er in Botswana eintrifft wird aus dem Kwando River der Linyanti und danach in der Nähe des Ngoma Gate der Chobe River. Der Chobe River trifft in der Nähe von Kazangula an der Grenze Botswana mit dem Zambezi River zusammen. Die Gäste können sowohl im Chobe als auch im Zambezi River Tigerfischen und Karpfen angeln, im zweifellos besten Tigerfisch-Angelgebiet.
Der Chobe National Park bietet vier ganz unterschiedliche Ökosysteme:
- Das Serondela Gebiet (oder Chobe Flussgebiet) im Nordosten bietet üppige Ebenen und dichte Wälder, die eine große Anzahl Elefanten und Büffel anlocken. Das Serondela Gebiet ist der am meisten besuchte Teil des Chobe National Parks, weil er nahe bei Victoria Falls liegt.
- Savuti Marsh liegt im Westen des Parks. Der Savuti-Kanal halbiert den Chobe National Park und leert sich in Savuti Marsh. Das Savuti Marsh Gebiet ist bereits mehrmals für Wildnisdokumentationen verfilmt worden, vor allem für National Geographic Filme von Dereck und Beverley Joubert. Savuti bietet ein sattes Grasland, ein Savannen-Waldgelände und zahlreiche Baum- und Vegetationsarten.
- Die Linyanti Swamps liegen im westlichen Teil von Chobe. Der Linyanti River und Marschland stehen im Kontrast zu einem trockenen Waldgelände. Das Linyanti Wildlife Reserve ist für Raubtiere und große Wildgruppen bekannt, vor allem Elefanten und Büffel, die zu Beginn der Wintermonate zum Linyanti River pilgern.
- Nogatsaa und Tchinga, ein heißes und trockenes Hinterland – dieses Gebiet eignet sich für abenteuerlustige Reisende. Diese Region weist auch in der Trockenperiode Wasser auf und zieht zwischen August und Oktober viele Wildtiere an. Hier kann man besonders gut Elenantilopen beobachten.
Die Lebensräume im Chobe National Park reichen von Überschwemmungsebenen, Mopane-Bäumen, Baobab-Bäumen, Akazien-Wäldern bis zu grünem Überschwemmungsgrasland und Büschen am Chobe River entlang.
Das bezeichnendste Symbol des Chobe National Parks sind die riesigen Elefantenherden. Der Chobe National Park ist das Zuhause des größten überlebenden Elefantenbestands der Welt, derzeit mehr als 120'000. Dieser Bestand verteilt sich auf den gesamten Norden Botswanas sowie den nordwestlichen Teil Simbabwes. Die Chobe-Elefanten wandern und bewegen sich saisonal bis zu 200 Kilometer in einem Kreis vom Chobe und Linyanti River, wo sie sich in der Trockenzeit aufhalten, zu den Ebenen im Südosten des Parks, wo man sie in der Regensaison antrifft.
Der Chobe National Park ist das Zuhause von riesigen Elefantenherden, Büffeln und Burchell-Zebras. Es gibt eine grosse Dichte an Raubtieren wie Löwen, Leoparden, Fleckenhyänen und Geparden. Im Park kommen zudem ungewöhnlichere Antilopen wie Roan und Säbelantilopen, Grasantilopen, Leierantilopen, Elenantilopen, Moorantilopen, Wasserböcke und der seltene Chobe Buschbock vor. Zu den bekannteren Arten zählen die Giraffe, Kudu, Warzenschwein, Gnu und Impala.
Die ursprünglichen Einwohner des Chobe National Parks sind die San (in Botswana auch als Basarwa bekannt). Die Basarwa waren Jäger und Sammler und zogen von einem Gebiet zum nächsten, um Wasser, wilde Früchte und Wildtiere zu suchen.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde die Region, aus der Botswana entstand, in mehrere Grundbesitzsysteme eingeteilt. Zu jener Zeit wurde ein Grossteil des Parkgebiets als Kronland klassifiziert. Die Idee, einen Nationalpark zum Schutz der hiesigen Wildtiere und zur Förderung von Tourismus zu schaffen, entstand erstmals 1931. Ein Jahr später wurde ein 24'000 m² großes Gebiet des Chobe-Distrikts zu einer jagdfreien Zone erklärt und während den folgenden zwei Jahren vergrößerte sich dieses Gebiet auf 31'600 m².
Aufgrund der starken Tsetse-Fliegen-Plage im Jahr 1943 wurde die Idee eines Nationalparks aufgegeben. Erst 1953 nahm die Regierung die Idee wieder auf und formte aus 21'000 km² ein Wildreservat. Als Ergebnis wurde 1960 das Chobe Game Reserve geschaffen und 1967 zu einem Nationalpark erklärt. Die Grenzen des Nationalparks wurden 1980 und 1987 verschoben, um den Park zu vergrößern.
Der Chobe National Park kann ganz einfach mit dem Auto oder Kleinflugzeug erreicht werden. Gäste können verschiedene Flughäfen anfliegen, der Kasane Airport in Botswana etwa liegt gleich außerhalb des Chobe National Parks. Kasane ist ein geschäftiger Ort am Chobe River und bietet einen problemlosen Zugang zum Chobe National Park. In Kasane gibt es zudem viele unterschiedliche Unterkünfte, von Zeltplätzen bis zu Lodges und Hotels.
Man kann auch den Victoria Falls Airport, Simbabwe, oder Livingstone Airport in Sambia anfliegen. Die Kombination eines Aufenthalts in Vic Falls mit dem Chobe National Park bietet ein wunderbares Safarierlebnis.
Chobe Game Lodge
Chobe Savanna Lodge
