Die Schönheit liegt im Detail

Die meisten Reisenden informieren sich vor Ihrer Reise nach Afrika eingehend darüber. Wir bestärken unsere Gäste darin. Hier finden Sie alle wichtigen Informationen über dieses wunderschöne Reiseziel, wo wir tätig sind.

Savute

Savuti liegt im südwestlichen Teil des Chobe Nationalparks und deckt rund 5000 km² ab.

Savuti ist mit seinen geheimnisvollen unterschiedlichen Schreibweisen von „Savuti" und dem mysteriösen Savuti Kanal etwas rätselhaft. Manchmal fließt der Kanal von den Linyanti Wasserwegen in das Herz des Chobe National Parks und überflutet Savuti Marsh. Der Flussverlauf ist unberechenbar. Als David Livingstone Savuti 1851 besuchte floss der Strom. 1879 stoppte der Kanal und Savuti Marsh begann auszutrocknen. In den späten 1950-Jahren war er wieder aktiv, aber nur bis 1980. Diese Geschehnisse (einschließlich des Schicksals der Tiere, die auf das Wasser angewiesen waren) werden im Dokumentarfilm „The Stolen River" von Derek und Beverley Joubert festgehalten. Aus dem Kanal wurde ein ungewöhnliches und produktives Graslandband, das für Pflanzenfresser als Korridor und Futterstelle im umliegenden Wald galt.

Der Savuti Kanal weist eine faszinierende Vergangenheit mit Überflutungen und Austrocknungen vor – ein Rätsel, das Geologen und andere Wissenschafter über Jahre beschäftigt hat. Man nimmt an, dass eine tektonische Aktivität tief unterhalb des Sandbetts der Kalahari dafür verantwortlich ist. Andere gehen davon aus, dass der Regenfall in den angolanischen Hochebenen, Zulieferer des Okavango und Chobe Flussbeckens, verantwortlich ist.

2008 wurde aus dem Savuti Kanal einmal mehr ein tiefer klarer Wasserweg für Flusspferde, Wasserkreaturen und zahlreiche Wasservogelarten. Die Wildtiere, von Antilopen bis zu Raubtieren, müssen sich den neuen Gegebenheiten immer wieder neu anpassen. Und wie lange dauert es, bis das Wasser wieder austrocknet? Wenn man zurückblickt können es 100 Jahre oder weniger als zehn Jahre sein. Alleine die Natur bestimmt dies.

Die abgestorbenen Kameldornbäume in Savuti Marsh zählen zu den bekanntesten Symbolen der Landschaft – Skelette abgestorbener Bäume, seit mehr als 40 Jahren im Wasser gelegen. Das flache Becken der Mababe Depression ist nun das wasserfreie Bett eines alten Sees und das Marschland selber ist Grasland, das Zuhause von zahlreichen Wildtieren. In der westlichen Ecke der Savuti liegt der Magwikhwe Sandfelsen, rund 100 km lang und 20 m hoch. Dies ist die Küste eines riesigen Sees, der einst den größten Teil des nördlichen Botswanas bedeckte. Es ist schwer vorstellbar, dass diese raue dürre Landschaft einst von einem großen Binnenmeer bedeckt war. Ein weiterer Teil von Savuti sind die Gubatsa Hills, die vor Millionen Jahren durch vulkanische Bewegungen entstanden sind. Diese Hügel sind bis zu 90 Meter hoch – auf einem komplett flachen Gelände.

Während den jährlichen Wanderungen strömen viele Wildtiere durch das trockene Innere Botswanas und die Flüsse im Norden und Westen. Zebras kommen in großen Herden, gefolgt von Impala, Gnus, Giraffen, Leierantilopen, Büffeln und Elefanten. Die meisten Tiere ziehen während den grünen Monaten (Dezember bis März) in die offenen Ebenen im Süden und Osten des Chobe National Parks. Nach und nach, wenn das Land von April bis November austrocknet und die Hitze zunimmt, wandern sie zu den Flüssen im Norden und Westen zurück.

Einige Tiere bleiben immer in ihren festen Territorien in Savuti. Bei den Granithügeln sichtet man Leoparden und Tüpfelhyänen und auch Löwenrudel kommen in großer Zahl daher. Alte Elefantenbullen sichtet man im Savuti Gebiet ständig. Am meisten passiert bei den drei Wasserstellen von Savuti, in den vergangenen Jahren haben die Löwen mehrmals erfolgreich fast ausgewachsene Elefanten erlegt.

Das Gebiet von Savuti bietet in gewissen Jahreszeiten ausgezeichnete Wildbeobachtungen. Die jährliche Zebrawanderung wird von großen Löwenrudeln verfolgt. Es besteht eine gute Chance, Geparden und Leoparden zu sehen und auch der bedrohte Wildhund lebt hier. Savuti ist für die großen Elefantenherden bekannt, die man oft an den Wasserstellen sieht. So sind außergewöhnliche Beobachtungen möglich und Verstecke an den Wasserstellen zählen zu den Besonderheiten dieser Region.

Die Vogelwelt ist reichhaltig und oftmals sieht man den Sekretär und die Riesentrappe in Savuti Marsh. Zu den Sommerwandervögeln und Wasservögeln zählen die Abdim’s Störche, der Scharlachspint, Fischadler, die Quelea. Ein spektakulärer Anblick sind die „Redbilled Queleas", die man zu Tausenden zu sehen bekommt.

Die Regensaison ist zwischen November und April, während den Sommermonaten. Die Wildtiere ziehen während dieser Zeit zu den Grasebenen. Im November und Dezember wandern Tausende von Zebras vom Linyanti im Norden in den Süden von Savuti, um im Grasland der Mobabe Depression zu grasen. Während den Sommermonaten ist die Luftfeuchtigkeit und Hitze sehr hoch.

Die Trockensaison erlebt man während den Wintermonaten Mai bis Oktober. Die Wasserebenen, die sich während der Regensaison gefüllt haben, sind nun ausgetrocknet und die Tiere ziehen zu den von Menschen angelegten Wasserstellen. Im September und Oktober kann es extrem heiß werden. Dies bedeutet gleichzeitig ausgezeichnete Wildbeobachtungen, da sich die Raubtiere in erster Linie an den Wasserstellen aufhalten.

Die Savuti kann mit dem Auto oder Kleinflugzeug erreicht werden. Wer fährt sollte einen Geländewagen wählen, da die Strassen teilweise sehr sandig sein können. Der Park ist das ganze Jahr über geöffnet, in einer starken Regensaison kann der Park für Selbstfahrer jedoch geschlossen werden. Mit dem Flugzeug kann man die Landebahn von Savuti von Kasane (mit täglichen Autotransfers von Victoria Falls und Livingstone) und Maun aus erreichen. Die zugelassene Kieslandebahn ist 1000 Meter lang und in gutem Zustand.

Savute Safari Lodge